Eine ordnungsgemäße Verkabelung ist entscheidend für eine stabile LED-Display system. In realen Projekten ist eine schlechte Verkabelung die direkte Ursache der meisten Störungen vor Ort. Zu diesen Störungen gehören Flimmern, Rauschpunkte, Bildverzerrungen, teilweise schwarze Bildschirme und sogar Systemneustarts. Im schlimmsten Fall kann falsche Verkabelung Hardware beschädigen oder Brandgefahren verursachen.
Viele Benutzer konzentrieren sich auf LED-Module und Steuersysteme. Wenn die Verkabelung jedoch fehlerhaft ist, funktioniert selbst der beste Bildschirm nicht richtig. Dieser Artikel erklärt, wie man eine korrekte Verkabelung für LED-Bildschirme plant. Er behandelt Stromversorgungsverkabelung, Signalverkabelung, Erdung sowie Details zur physikalischen Installation.
LED-Bildschirme benötigen einen hohen Strom. Außerdem sind sie auf präzise Signalabstimmung angewiesen. Daher beeinflusst die Qualität der Verkabelung direkt Helligkeit, Farbe und Stabilität.
Wenn Stromkabel zu dünn oder zu lang sind, tritt Spannungsabfall auf. Module, die weit von der Stromquelle entfernt sind, werden dunkler. Die Farben verschieben sich, insbesondere bei weißen Bildern. Zufälliges Flimmern kann auftreten.
Gleichzeitig führt eine schlechte Signalkabelverlegung zu Störungen. Dies verursacht Muster, horizontale Linien oder instabile Bilder. Langfristig können überhitzte Kabel schneller altern. Im Extremfall können Kurzschlüsse oder Brände entstehen.
Daher ist eine ordnungsgemäße Verkabelung keine Option, sondern zwingend erforderlich.
Die Stromversorgungsverkabelung hat höchste Priorität. Ein stabiler Strompfad sorgt dafür, dass der Bildschirm hell und sicher bleibt.
Verwenden Sie immer Kupferkabel, die den nationalen Standards entsprechen.
Hauptstromleitungen sollten 6 mm² oder dicker sein
Stromleitungen zwischen Modulen sollten mindestens 1,5 mm² betragen
Verwenden Sie keine dünnen Haushaltskabel
Dünne Kabel können keinen hohen Strom führen. Sie verursachen Spannungsabfall und Wärmestau. Dies führt zu Fehlern bei der Graustufendarstellung und zum Neustart der Empfangskarte.
Die Stromversorgungstopologie ist genauso wichtig wie die Kabellänge.
Empfohlene Optionen:
Ringförmige Stromversorgung
Sternförmige Stromversorgung mit separaten Stromkreisen
Völlig vermeiden:
Lange serielle „Kaskaden“-Stromverbindungen
Wenn Gehäuse in einer langen Kette verbunden sind, leiden die letzten Gehäuse immer unter niedriger Spannung. Helligkeit und Farbe nehmen schrittweise ab.
Jedes Schaltnetzteil sollte mit einer Last unter 80 % betrieben werden.
Zum Beispiel:
Ein 5V / 60A-Netzteil sollte nicht mit Volllast betrieben werden
Überlastete Netzgeräte heizen sich leicht über. Sie können die Überlastschutzfunktion auslösen und abschalten. Dadurch wird ein ganzer Bildschirmbereich plötzlich schwarz.
Verwenden Sie immer geeignete Anschlussklemmen.
Verwenden Sie Ringschraubklemmen oder Gabelklemmen
Fügen Sie Federscheiben hinzu
Ziehen Sie die Schrauben fest an
Verdrehen Sie niemals blankliegende Adern und stecken Sie sie in Klemmen. Ein schlechter Kontakt erhöht den Widerstand. Dies führt zu Erwärmung, Oxidation und sogar Bränden.
Praktischer Tipp:
Nach vollständiger Weißanzeige die Spannung am entferntesten Modul messen. Sie sollte nicht niedriger als 4,7 V sein .
Die Signalleitung bestimmt die Bildqualität. Saubere Signale ergeben klare Bilder.
Stets verwenden:
CAT5e oder CAT6 geschirmtes Twisted-Pair (STP)
Metallgeschirmte RJ45-Steckverbinder
Ordnungsgemäße Abschirmungserdung
Verwenden Sie keine ungeschirmten Netzwerkkabel. Diese können in komplexen Umgebungen keine Störungen blockieren.
Die Netzwerkkabellänge sollte unter 30 Metern liegen
Bei größerer Distanz verwenden Sie glasfaser-Wandler
Lange Kupferkabel verursachen Signaldämpfung. Dies führt zu Datenfehlern und Bildrauschen.
Signal- und Stromkabel niemals zusammenführen.
Korrekte Methode:
Mindestabstand halten von 30 cm Abstand
Strom- und Signalleitungen bei Bedarf senkrecht kreuzen
Metallrohre oder Kabeltrassen mit Erdung verwenden
Falsche Methode:
Signalleitungen und 220 V oder 380 V Stromleitungen parallel verlegen
Die parallele Verlegung verursacht starke elektromagnetische Störungen. Dies führt oft zu Laufleisten und Mosaikblöcken.
Jede Empfangskarte und jeder Hub-Board hat Grenzwerte.
Zum Beispiel:
Einige Systeme erlauben 10 Gehäuse pro Kette
Andere erlauben bis zu 16 Gehäuse
Diese Grenzwerte zu überschreiten, um Kabel zu sparen, ist riskant. Dies führt oft zu instabilen Signalen und Bildrissen.

Die Erdung schützt sowohl Personen als auch Geräte.
Alle Geräte müssen an einen gemeinsamen Erdungspunkt angeschlossen werden.
Dies umfasst:
LED-Schränke
Netzteile
Steuerprozessoren
Steuerrechner
Mehrere Erdungspunkte erzeugen Erdungsschleifen. Diese ermöglichen es Störmströmen, in die Signalleitungen einzukoppeln.
Der Erdungswiderstand sollte 4 Ohm oder weniger betragen .
Verlassen Sie sich nicht allein auf Wasserrohre oder Gebäudestahl. Messen Sie den Erdungswiderstand immer mit geeigneten Werkzeugen.
Für Außenbildschirme oder blitzanfällige Gebiete:
Überspannungsschutzgeräte am Stromeingang installieren
Netzwerk-Überspannungsschutzgeräte an den Signalleitungen hinzufügen
Ohne Schutz können Blitzüberspannungen Empfangskarten und Prozessoren innerhalb von Sekunden zerstören.
Kleine physikalische Details führen oft zu langfristigen Ausfällen.
Lassen Sie 10–15 cm gebogene Reserve zwischen den Schränken. Dies verhindert Spannungen während der Installation und Wartung.
Verwenden Sie Kabelbinder und Kabeltrassen. Vermeiden Sie hängende Kabel, die sich bewegen oder an scharfen Kanten reiben.
Steckverbinder im Außenbereich müssen IP67-wasserdichte Gehäuse verwenden
Steckverbinder im Innenbereich dürfen nicht unter Zugspannung hängen
Beschriften Sie beide Enden jedes Kabels. Verwenden Sie eindeutige Bezeichnungen wie:
„Zone A – Strom 1“
„Spalte B – Signalpfad 3“
Gute Beschriftungen sparen Zeit bei zukünftigen Reparaturen.
Viele Fehler wiederholen sich in verschiedenen Projekten.
Unterschiedliche Helligkeit auf linker und rechter Seite
→ Strom nicht vermascht, unterschiedlicher Spannungsabfall
Laufende Linien oder Muster
→ Signalkabel parallel zu Audiokabeln oder Stromleitungen verlegt
Bildschirm wird täglich zur gleichen Zeit schwarz
→ Spannungsschwankung durch andere Geräte, keine Spannungsregelung
Wiederholt defekte Module in einem Bereich
→ Kabel zu stark gebogen, im Laufe der Zeit schlechter Kontakt
„Dicke Stromkabel, abgeschirmte Signale, eindeutige Erdung, klare Verlegung.“
Verbringen Sie eine zusätzliche Stunde mehr für die Verkabelung. Sie werden später viele Stunden Reparaturzeit sparen.
F1: Kann schlechte Verkabelung wirklich einen LED-Bildschirm beschädigen?
Ja. Langfristiger Spannungsabfall und Überhitzung können Module und Stromversorgungen beschädigen.
F2: Ist ein abgeschirmtes Netzwerkkabel immer notwendig?
Ja. LED-Bildschirme arbeiten in Umgebungen mit hoher Störanfälligkeit. Abschirmung ist unerlässlich.
F3: Sollten Strom- und Signalkabel jemals denselben Weg teilen?
Nein. Halten Sie sie immer getrennt, um Störungen zu vermeiden.